Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

... diese Lebensweisheit haben in diesem Jahr die Kinder der Ellenz-Poltersdorfer Grundschule und des Kindergartens hautnah und knallhart erfahren dürfen. Beim Schütteln der Apfelbäume musste so mancher Kindskopf spürbare Erfahrungen mit herunterfallenden Äpfeln machen, insbesondere wenn man sich in der Nähe des Baumstamms aufgehalten hatte.

 

Nach dem großen Erfolg der Apfelernteaktion im vergangenen Jahr, bei dem die Kinder die Gemeindeobstbäume auf dem Berg abgeerntet haben um daraus leckeren Apfelsaft pressen zu lassen, durften in diesem Jahr die Äpfel von den Obstbäumen am Sportplatz gepflückt werden, die eine erfolgsversprechende Ernte in Aussicht stellten.
In zwei Schichten rückten die Kinder an, um in einem gut koordinierten Einsatz die vier üppig behangenen Bäume zu ernten. Vorbereitet und unterstützt wurde diese Aktion vom Heimatverein Ellenz, der mit dieser Aktion einen Beitrag leisten möchte, das Bewußtsein der Kinder für ihre unmittelbare Umwelt zu schärfen und aufzuzeigen, dass man dabei auch viel Spaß haben kann.

Nachdem sich die Kinder Gedanken gemacht hatten, wie das viele Obst von den Bäumen geholt werden konnte, wurden einige Ideen auch gleich in die Tat umgesetzt. Dabei hat sich das Aufspannen eines Falltuchs am besten bewährt, weil so die meisten Äpfel ohne größere Schäden aufgefangen und in die bereitstehenden Weidenkörbe zum Abwiegen geleert werden konnten. Beim Halten des Falltuchs hatten die Kinder sehr schnell gelernt, dass die Schwerkraft eines Apfels manchmal etwas schmerzhaft sein konnte, insbesondere wenn diese aus großer Höhe ihren Weg über den Kopf ins Falltuch fanden. Die Lehre daraus war schnell gezogen: "Im nächsten Jahr ziehen wir unsere Fahrradhelme auf, dann kann uns nichts mehr passieren."  Von Unterrichtsausfall kann daher nicht die Rede sein, die Kinder haben bei dieser Aktion mindestens genauso viel gelernt wie im Klassenzimmer und für so manchen hat das Sprichwort - Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm -  eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Das stolze Ergebnis von 500 kg Mostäpfeln wurden umgehend nach Bullay zur Mostpresse gebracht und der frisch gepresste Apfelsaft steht schon zur Abholung bereit. In einem nächsten Schritt werden Etiketten erstellt und aufgeklebt, bevor der Saft wieder beim traditionellen Plätzchenverkauf Anfang Dezember zum Kauf angboten wird. 

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, Eltern, Lehrer(innen) und Erzieherinnen für ihre Mithilfe, an die Familien Burg, Basten und Dehren für die Bereitstellung von Traktor, Erntekisten und eines Kleintransporters und insbesondere an die Gemeinde, für die Bereitstellung der Obstbäume.













Redaktion

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