Ellenz erhält durch den Bau der Schiffsliegestelle ein neues Gesicht

Anlässlich des 60. Weinfestes in Ellenz wurde die nach einer Bauzeit von zwei Jahren errichtete Schiffsliegestelle offiziell eröffnet.

Hierzu konnte Amtsleiter Joachim Gährs vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Trier neben vielen Weinfestbesuchern zahlreiche Personen aus Politik und Wirtschaft begrüßen.

 

Die auf eine Länge von rund 500 m ausgebaute Liegestelle dient dem aus geografischen Gründen sehr kurz ausgelegten oberen Vorhafen der Schleuse Fankel als zusätzlicher Warteplatz. Das Projekt sei als Ergänzung zu der 2. Schleusenkammer in Fankel zu sehen, so Joachim Gährs bei seiner Ansprache. Die neue Schleuse würde zum Jahresende den Probebetrieb aufnehmen. Mit dem Bau der Liegestelle seien auch die gemeindlichen Einrichtungen in Moselnähe umgestaltet worden. Besonders durch den neuen Radweg mit Ruhebereichen habe die Attraktivität des Ortes gewonnen. Joachim Gährs lobte die gute Zusammenarbeit vor Ort und die Unterstützung durch die Bürgerschaft.

 

Nach der Einsegnung durch Pastor Reichel gibt Weinkönigin Anne im Beisein der Weinprinzessin Annika und der Ehrengäste den neuen Radweg offiziell frei Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt TrierOrtsbürgermeister Dietmar Schausten ließ das Projekt aus Sicht der Gemeinde Revue passieren. Nach der ersten Vorstellung der Planung durch das Wasser- und Schifffahrtsamt im Jahre 2000 wusste die Gemeinde eigentlich noch nicht so richtig, was auf sie zukam. Besonders die Anlieger waren sehr verunsichert. Gewollt habe die Gemeinde die Maßnahme nicht; sie sei ihr sozusagen aufgedrängt worden. Aber von Anfang an sahen die Verantwortlichen der Gemeinde die Chance, die durch die Moselkanalisierung in den sechziger Jahren geschaffene Situation zumindest wieder zum Teil zu verbessern. Dies sei, so Dietmar Schausten, auch gelungen. Keiner hätte es für möglich gehalten, dass die Arbeiten so geräuschlos und fast ohne Verschmutzungen und im Wesentlichen außerhalb der Ferienzeiten erfolgten. Konkrete Absprachen seien immer eingehalten worden. Es sei unbestritten: Das Dorf habe durch die neue Liegestelle mit dem Radweg und den umgestalteten Parkflächen gewonnen. Dafür bedankte er sich bei allen, die an verantwortlicher Stelle mitgewirkt haben. Auch bedankte er sich bei den Bürgerinnen und Bürgern von Ellenz für ihre Unterstützung in der Planungsphase und für ihr Verständnis im Verlaufe der Bauarbeiten. Zu keiner Zeit habe es Beschwerden gegeben. Dies sei ein Zeichen für eine rücksichtsvolle Arbeit der ausführenden Firmen.


Landrat Manfred Schnur unterstrich die Bedeutung der Mosel als Verkehrsstraße. Hierzu würden auch leistungsfähige Schleusen und Liegestellen für die Binnenschifffahrt gehören. Die Ortsgemeinde habe von diesem Projekt profitiert. Der neue Radweg als Bindeglied des Fernradweges zwischen Tier und Koblenz fördere den Tourismus. „Die Gemeinde sei gut beraten gewesen, die Maßnahme zu unterstützen", so Manfred Schnur.


Bürgermeister Helmut Probst gratulierte dem Wasser- und Schifffahrtsamt zu der neuen Liegestelle und der Ortsgemeinde zu der Umgestaltung der Moselpromenade. Zu Beginn habe es große Vorbehalte gegen das Projekt gegeben. „Wird sich der Fremdenverkehrsort zu einer Hafenstadt entwickeln?" war in der örtlichen Presse zu lesen. Von Umsatzeinbußen in der Gastronomie und Schäden an den der angrenzenden Bebauung war die Rede. Wie sich im Nachhinein herausstellte, waren die ursprünglich artikulierten Sorgen und Nöte durchaus berechtigt. Durch die frühzeitige Einbindung der Bürgerschaft in die Planung sei es aber gelungen, auch ein für die Gemeinde akzeptables Ergebnis zu erreichen. Mit dem neuen Promenadenweg, so bezeichnete Helmut Probst die neue Verkehrsfläche entlang der Liegestelle, könne der Fuß- und Radfahrverkehr entzerrt werden. Die neuen Einrichtungen würden gerne benutzt. Der Freizeitwert der Gemeinde habe sich für die Einheimischen und die Gäste verbessert. Aber auch die Binnenschiffer wüssten die moderne Liegestelle zu schätzen. Es könnte schnell und bequem festgemacht werden. Durch die neuen „Stromtankstellen" sei es auch nicht mehr notwendig, nachts laute Stromaggregate laufen zu lassen. Abschließend bedankte sich Helmut Probst bei allen, die bei dem Projekt in hauptamtlicher, aber auch in ehrenamtlicher Funktion mitgewirkt haben. Er erwähnte dabei die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamtes und des Landesbetriebes Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz mit der Ortsgemeinde und der Verwaltung. Aber auch den ausführenden Firmen sprach er Dank aus. Bei einer derartigen Großbaustelle ließen sich Lärmbelästigen nicht immer vermeiden. Durch eine vorausschauende und behutsame Ausführung sei auch dieses Problem gelöst worden.

Redaktion

Sie möchten einen aktuellen Textbeitrag in der Rubrik "Aktuelles" veröffentlichen?

Schicken Sie uns Ihren Text als Worddokument und Ihre Bilddatei per Email an:

info.ellenz-poltersdorf@t-online.de